Venenerkrankung

Die Phlebologie (Venenheilkunde) befasst sich mit den Erkrankungen der Venen, die in allen zivilisierten Ländern weit verbreitet sind und ein großes soziales Problem darstellen.

Wichtige Aufgabengebiete sind die Diagnostik und Therapie von Krampfadern, Thrombosen, Venenentzündungen sowie das postthrombotische Syndrom (Gewebeschäden nach vorausgegangener tiefen Venenthrombose) mit seinen Begleiterkrankungen wie das offene Bein (Ulcus cruris).

Die Diagnostik erfolgt in der Regel mit unblutigen Methoden, wie die Abflussmessung mit der Lichtreflexionsrheographie sowie die Venen- und Venenklappenfunktionsdiagnostik mit gerichtetem (direktionalem) Ultraschalldoppler. Ergänzend hierzu ist auch gerade bei der Diagnostik der chronisch-venösen Insuffizienz die blutige Venendruckmessung unter Belastung (Phlebodynamometrie) ein wichtiges und aufschlussreiches Diagnostikverfahren.

Bei besonderen Fragestellungen erfolgt außerhalb der Praxis, die Röntgenkontrastmitteluntersuchung der Venen (Phlebographie), sowie die Ultraschalluntersuchung mit bildgebenden Ultraschalldopplern.

Die Therapie erstreckt sich über die Unterweisung von Verhaltensregeln bei Venenleiden, die Behandlung offener Beine, u. a. mit Kompressionstherapie über die Verödung von Krampfadern mit Spritzen (Sklerosierung) bis hin zur Lasertherapie von Besenreisern mit dem Lyra-i-Gefäßlaser.